Sonntag, 17. Juni 2007

Whitney Houston: Sieben Nummer 1-Hits hintereinander



Video "Whitney Houston" von Youtube

Leseprobe aus der CD-ROM "Superfrauen: 14 Bücher auf einer CD-ROM" (2002) von Ernst Probst:

WhitneyHouston

Die erste Frau, deren Plattenalbum von Null auf Platz 1 der US-Verkaufscharts stieg, ist die amerikanische Soul- und Pop-Sängerin Whitney Houston. Vor ihr hatten lediglich drei Männer dieses Kunststück geschafft: Elton John, Stevie Wonder und Bruce Springsteen. Außerdem landete Whitney hintereinander sieben Nummer 1-Hits, was vor ihr noch niemand gelungen war.

Whitney Houston wurde am 9. August 1963 in Newark (New Jersey) geboren. Ihre Mutter Cissy gehörte der Vocalgruppe „Sweet Inspiration“ an und sang in den Chören des Rock’n’Roll-Königs Elvis Presley (1935–1977) und Aretha Franklins mit. Das musikalische Talent von Whitney ist früh erkannt und von ihrer Mutter gefördert worden.

1974 schloss sich Whitney Houston als Elfjährige dem „New Hope Baptist Junior Choir“ an und erhielt dort ihre musikalische Grundausbildung. Dank der Hilfe ihrer Mutter sammelte sie Erfahrungen bei Liveauftritten in Nightclub-Konzerten. 1978 sang die 15-Jährige als Background-Sängerin bei Lou Rawls, Chaka Khan und den „Neveille Brothers“.

1984 brachte Whitney Houston zusammen mit Teddy Pendergras die Single „Hold Me“ und zusammen mit Jermaine Jackson die Single „Take Good Care Of My Heart“ heraus. Diese erfolgreichen Platten bescherten ihr eine Solokarriere: Der Präsident von „Arista“, Clive Davis, nahm die 20-Jährige unter Vertrag.

Bereits das erste Plattenalbum „Whitney Houston“ (1985) mit Hits wie „Saving All My Love“, „How Will I Know“ und „The Greatest Love Of All“ wurde ein Riesenerfolg. Die Londoner Zeitung „Guardian“ feierte diesen Blitzstart als eine der erstaunlichsten Popkarrieren der jüngsten Vergangenheit und bezeichnete Whitney als „Traumgirl der amerikanischen Musikindustrie“.

Das zweite Plattenalbum „Whitney“ (1987) stieg nach dem Erscheinen sofort auf Platz 1 der amerikanischen Verkaufscharts. Aus dieser Langspielplatte koppelte man vier Nummer 1-Hits als Singles aus. Insgesamt glückten Whitney Houston sieben Nummer 1-Hits in Folge, was zuvor noch niemand gelungen war. Sie übertraf damit sogar den Rekord der „Beatles“ und der „Bee Gees“, die jeweils sechs Hits in Folge erreichten.

1989 sang Whitney Houston die Duette „I Know Him So Well” mit ihrer Mutter und „It Isn’t, It Wasn’t, It Ain’t Never Gonna Be“ mit Aretha Franklin. 1990 gab sie vor dem „US-Football’s Super Bowl XXV“ die amerikanische Nationalhymne „The Star Spangled Banner“ zum Besten. Mit der Interpretation dieses schwierigen Stückes über vier Tonarten überzeugte sie durch ihr Stimmvolumen die letzten Zweifler an ihrem Können.

1990 erschien Whitney Houstons drittes Plattenalbum „I’m Your Baby Tonight“. Der Titelsong und das Stück „All The Man I Need“ wurden in den USA zu zwei Nummer 1-Hits. Der Kritiker Joachim Mischke schrieb in der „Süddeutschen Zeitung“, die dritte Langspielplatte enthalte anspruchsvolleres Songmaterial, das allmählich den Abschied vom schlicht strukturierten Hitparadenfutter erkennen lasse.

1990/1991 unternahm Whitney Houston ihre zweite Welttournee, die größtenteils ausverkauft war. Nach Auffassung von Musikkritikern war die Bühnenshows zu perfekt inszeniert und ließ die Künstlerin ihren berühmten Charme vermissen. Damals machten der Sängerin offenbar Gerüchte über ihr Privatleben zu schaffen.

1990 unterzeichnete Whitney Houston für ihre Firma „Nippy Productions“ einen Produktions- und Entwicklungsvertrag mit „Twentieth Century Fox“ für eine Anzahl von Filmen, bei denen sie die „erste Wahl“ haben sollte. In „The Bodygard“ (1992) feierte sie an der Seite des Schauspielers Kevin Costner und der Sängerin Rachel Marron ihr Debüt auf der Leinwand.

Whitney Houstons erster Streifen wurde einerseits ein Kassenerfolg, andererseits nominierten ihn New Yorker Kritiker im Februar 1993 sieben Mal für den schlechtesten Film des Jahres bzw. für die „Goldene Himbeere“. Von dem Soundtrackalbum zu „The Bodygard“ wurden in den USA in wenigen Wochen mehr als sechs Millionen Platten verkauft. Die Single „I Will Always Love You“ daraus erreichte in den Vereinigten Staaten rasch die Spitzenposition.

Bis 1990 erhielt Whitney Houston zwei „Grammies“, elf „American Music Awards“, zwei „Emmies“, vier „People’s Choice Awards“ und den Ehrendoktortitel der Grambling University für ihr humanitäres Engagement und die ständige Unterstützung von Benefiz-Aktionen.

Am 18. Juli 1992 heiratete Whitney Houston den sechs Jahre jüngeren Popstar Bobby Brown. Aus der Ehe ging 1993 eine Tochter hervor.

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